Analytisches Fieber/ Nachtrag zu „Fieber“

Fazit: Den Gripen braucht es nicht, sondern Frauen. Und dass dreissigjährige Haushaltsgegenstände nix mehr taugen, stimmt einfach nicht. Küchenhilfen sind wie Unkaputtbarreifen. Gerade die Dreissigjährigen. Einmal Passevite, Kartoffelstock forever. Mit einer Salatschleuder schleuderst du auch ewig, solange, bis der Salat keinen Kopf mehr hat, sondern nur noch geschnippelt und abgepackt in der Migros liegt. Und an dieser Stelle möchte ich Herrn Maurer auch an das Vermicelles errinnern. Einmal kauft man sich eine solche Presse, die vergisst man nie, spätestens im Herbst kommt diese Sehnsucht nach Zyliss auf. Und wenn wir mal die Küche verlassen und ins Wohnzimmer mit Parkett gehen, da ist ein Besen einfach manchmal viel handlicher und bequemer als ein Staubsauger. Der macht auch immer so viel Lärm…

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Fieber

Sicherheit schreit das Tourett-Syndrom. Sicherheit Und heute darf der Mann ja nicht einmal mehr Sicherheit sagen, dass Frauen in die Jahre gekommene Haushaltsgegenstände sind. Ja was soll der Mann denn sonst sagen, wenn er sich die Haushaltsgegenstände nicht anschaut und stattdessen Kampfjets beschafft. Aber eigentlich wollte Bundesrat Ueli Maurer damit doch nur sagen, dass er ein anständiger Mann ist, und sich keine Pornos anschaut. Denn dann hätte er nämlich erkannt, dass Frauen auch Kampfjets sind… 

Fragmentarisch

Dass die Gedanken heute noch zusammenhängen, das ist schon eine Kunst. Nicht umsonst zelebriert die zeitgenössische Kunst zurzeit das Happening. Happening kommt von Häppchen. Die Künstler haben erkannt, dass Kunst heute häppchenweise serviert werden muss, weil die Verdauung der Kunstkonsumenten schlecht funktioniert. Nur 2% der Schweizer Bevölkerung gehen mindestens sechs Mal im Jahr ins Museum, wie kürzlich eine Umfrage der Coop Zeitung ergab. Die 2% müssen also eine Unmenge an Kunst verdauen, trotz mundgerechten Portionen. Mundgerecht ist übrigens auch die Rezeption: Zeitgenössische Kunst ist vorzugsweise „flüchtig“ und „fragmentarisch“. Möglicherweise ist die zeitgenössische Kunst an sich bereits schwer verdaulich, was ich hiermit keinesfalls behaupten möchte.