Percevois des ondes sonores

Ich falle, und ich habe nirgends eine Karte für dieses Abenteuer gelöst. Ich falle ganz umsonst, auch weiss ich nicht wie tief und wohin.

Da mein Fallen zeitlich nicht klar umrissen ist, schwanke ich zwischen Euphorie und Entsetzen. Ich bete, ich meditiere, ich sage mir: „Lass los.“ Ich lass mich seit einer Woche fallen und allmählich wird mir mein Zustand zuwider und mitten im Fallen beginne ich mich wieder zu wehren. „Wenn du dich wehrst, dauert es noch länger.“, flüstert mir eine Stimme zu. „Gib dich hin.“ „Warum fehlt das Objekt?“ frage ich. „Es fehlt nicht. Meine Liebe. Gib dich dem Leben hin. Und das bist du.“

Ich atme die Sätze ein, während ich falle. Ich falle zwischen den Sätzen hindurch. Wie kann es sein, dass ich die Sätze begreife, indem ich sie loslasse. Endlich übernimmt mein Körper anstelle meines Kopfes das Denken. Die Zellen öffnen sich. Licht dringt in sie ein. „Warum beschleunigt der Fall die Entwicklung?“ frage ich. Wir kommen aus der Schwerelosigkeit des Fruchtwassers. Falle oder schwimm. Aber immer wenn Sätze auftauchen, übersetze sie in eine andere Sprache. Nimm Schallwellen wahr.

Percevois des ondes sonores.

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